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Lena Dunham (* 13. Mai 1986 in New York City) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, Filmproduzentin, Filmregisseurin, Schriftstellerin und Drehbuchautorin. Bekannt wurde sie durch ihre Fernsehserie Girls, die mit zwei Golden Globe Awards ausgezeichnet wurde und einige Emmy-Nominierungen bekam. Für ihre Arbeit an der Serie Girls wurde Dunham 2013 als erste Frau mit dem Directors Guild of America Award für die beste Comedyserie ausgezeichnet. In demselben Jahr wurde Dunham vom Time-Magazine als einer der 100 einflussreichsten Menschen der Welt genannt. Im Jahr 2014 veröffentlichte Dunham ihr erstes Buch Not That Kind of Girl: Was ich im Leben so gelernt habe.

Mit ihrer guten Freundin und Showrunner Jennifer Konner begründete Dunham im Jahr 2015 die Publikation Lenny Letter, einen feministischen Online-Newsletter.

Sie wird American Horror Story im September 2017 beitreten, dies wurde am 20. Juli 2017 von Ryan Murphy bekannt gegeben.

Leben Bearbeiten

Lena Dunham wurde in New York City geboren. Sie ist die Tochter des Malers Carroll Dunham und der Künstlerin und Fotografin Laurie Simmons. Ihr Vater ist protestantisch und ihre Mutter ist jüdisch; Dunham sagt, dass sie sich "kulturell sehr jüdisch fühlt, aber ich weiß, dass das das größte Klischee ist, das eine jüdische Frau sagen kann." Ihre jüngere Schwester ist das Model und Politaktivistin Grace Dunham. Dunham bezeichnet ihre Erziehung als feministisch ausgeprägt. Seit dem Alter von neun Jahren ist sie in therapeutischer Behandlung. Mit 11 wurde bei ihr eine Zwangsneurose diagnostiziert und mit 14 wurden ihr zum ersten Mal Psychopharmaka verabreicht. Dunhams Umgang mit ihrer psychischen Krankheit ist immer wieder Gegenstand ihrer Arbeit. Sie besuchte die Saint Ann’s School in Brooklyn und schloss 2008 ihr Studium in Kreativem Schreiben mit einem Bachelor am Oberlin College ab.

Künstlerische Karriere Bearbeiten

Bereits 2009 debütierte sie mit der Tragikomödie Creative Nonfiction als Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautorin. Doch war es der Spielfilm Tiny Furniture (2010), gedreht mit einem Kleinstbudget von 25.000 $, der ihre Karriere in Gang setzte. Sie gewann damit den Independent Spirit Award (bestes erstes Drehbuch), den New Generation Award der Los Angeles Film Critics Association und den Independent Visions Award am Sarasota Film Festival. Diese ersten Kritikererfolge ebneten ihr den Weg zu einem Vertrag mit HBO für die Fernsehserie Girls, bei der sie gleichzeitig als Produzentin, Drehbuchautorin, Regisseurin und Hauptdarstellerin mitwirkt. Dafür wurde sie bei der Primetime-Emmy-Verleihung 2012 für drei Emmys in den Kategorien Outstanding Lead Actress in a Comedy SeriesOutstanding Directing in a Comedy Series und Outstanding Writing in a Comedy Series nominiert. 2013 gewann Dunham für Girls den Golden Globe Award als beste Serien-Hauptdarstellerin in einer Komödie oder einem Musical.

Dunham wurde stark von der jüdisch-amerikanischen Drehbuchautorin und Regisseurin Nora Ephron beeinflusst. Ephron schrieb Dunham eine spontane E-Mail, nachdem sie Tiny Furniture gesehen hatte. Bis zu Ephrons Tod im Jahre 2012 blieb sie Dunhams Mentorin und Freundin. Auf die Bitte eines Redakteurs, der von dieser engen Freundschaft wusste, verfasste Dunham einen Nachruf im Magazin The New Yorker. Aufgrund der Publikation von Seeing Nora Everywhere ermunterte David Remnick sie dazu, weiteres Material zur Publikation einzureichen, und im August 2012 erschien ihr erster Essay mit dem Titel First Love im New Yorker.

2014 veröffentlichte sie ihre Autobiographie mit dem Titel Not That Kind of Girl: A Young Woman Tells You What She’s “Learned”. In diesem Buch verarbeitet Dunham Psychotherapie, Nervenzusammenbrüche, ungesunde Beziehungen und fragwürdige persönliche Entscheidungen. Zu einem Skandal führte, dass sie dort mit Barry den Namen eines Republikaners angab, der sie zu Studienzeiten vergewaltigt haben soll. Eine Kennzeichnung für ein Pseudonym fand sich nicht, im Unterschied zu anderen Figuren des Buches, und die Beschreibung identifizierte eine Person, die sich und ihre Familie erheblichen Attacken ausgesetzt sah. Nach mehreren Wochen entschuldigte sich Dunham und gestand ein, diesen Mann nicht gemeint zu haben. Der Verlag verpflichtete sich dann, dies auch im Buch zu erläutern. Mittlerweile hat dies in den USA zu einer kontroversen Diskussionen über den Umgang mit Vergewaltigungsvorwürfen geführt. Während die eine Seite die Anwürfe für Forderungen nach einem restriktiveren Sexualstrafrecht nutzt, sehen zahlreiche Medien durch diese Falschbeschuldigung auch die Glaubwürdigkeit Dunhams bei ihren weiteren Schilderungen stark in Zweifel gezogen.

Preise Bearbeiten

  • 2010:
    • New Generation Award (Tiny Furniture), Los Angeles Film Critics Association Awards
    • Independent Visions Award (Tiny Furniture), Sarasota Film Festival
  • 2011:
    • Bestes erstes Drehbuch (Tiny Furniture), Independent Spirit Awards
  • 2013:
    • Beste neue Serie (Girls), Writers Guild of America
    • Herausragende Regieleistung im Fach Komödie (Girls), Directors Guild of America
    • Herausragende Regieleistung im Fach Unterhaltung (Girls), Gracie Allen Awards
    • Beste Internationale TV-Serie (Girls), British Academy of Film and Television Arts Awards
    • Beste Schauspielerin in einer TV-Serie (Girls), Golden Globe Awards

Rezeption Bearbeiten

Seit dem Erfolg von Girls wurde Dunham immer wieder vorgeworfen, sie sei zu jung, zu narzisstisch, neurotisch und zu sehr auf das privilegierte, weiße Künstlermilieu in Manhattan beschränkt, aus dem sie stamme, um als Künstlerin ernst genommen zu werden. Im September 2014 würdigte das Magazin der New York Times Dunhams Schaffen mit einem umfangreichen Beitrag (Daum, 2014).

2013 zählt das Time Magazine Dunham zu den 100 weltweit einflussreichsten Personen.

Werke Bearbeiten

Filmografie Bearbeiten

  • 2006: Dealing
  • 2007: Una & Jacques
  • 2009: Creative Nonfiction
  • 2010: Tiny Furniture
  • 2011: The Innkeepers – Hotel des Schreckens (The Innkeepers)
  • 2012: Immer Ärger mit 40 (This Is 40)
  • 2012–2017: Girls (Fernsehserie)
  • 2014: Happy Christmas
  • 2015: Scandal (Fernsehserie, 1 Folge)
  • 2015: Sky: Der Himmel in mir (Sky)
  • 2016: High Maintenance (Fernsehserie, 1 Folge)
  • 2017: American Horror Story (Fernsehserie)

Musikvideos Bearbeiten

  • 2015: Taylor Swift – Bad Blood

Autobiografie Bearbeiten

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