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Monster in unserer Mitte

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Monster in unserer Mitte ist die erste Folge der vierten Staffel "American Horror Story".

American Horror Story arbeitet sich weiter an den Subkategorien des Horrorgenres ab. Im Auftakt der vierten Staffel, die den Untertitel Freak Show trägt, begegnen wir allerlei Abnormalem und einem der furchteinflößendsten Clowns der Seriengeschichte.

Inhalt Bearbeiten

Die Auftaktepisode der vierten Staffel von American Horror Story reiht sich nahtlos ein ins bisherige Œuvre der Serie. Ryan Murphy und sein Co-Autor Brad Falchuk führen in Monsters Among Us neue Charaktere ein. Alles ist laut, bunt, groß. Gegen Ende gibt es eine Musicalnummer, bei der Jessica Lange sehr gelungen David Bowie covert. Es gibt einen furchteinflößenden Clown, außerdem davor, danach und währenddessen - der Untertitel der Staffel mag es vorwegnehmen - Freaks, Freaks und noch mehr Freaks.

Das Leben will geliebt werden

Was jedoch fehlt und bis zum Ende der Episode auch nicht auftaucht: eine Geschichte, die das Zuschauerinteresse einfangen könnte. Der Auftakt ist über weite Strecken inhaltsleer, die vielen gelungenen visuellen Effekte können nicht kaschieren, dass die Serie mit ihren Figuren nichts anderes macht als die Freak Show selbst: Sie führt sie vor. Kein Wunder, dass die Zuschauer ausbleiben - abgesehen von dem moralisch fragwürdigen Moment eines solchen Zirkus. Statt den Freaks eigene Vorgeschichten zu geben, die sie für den Zuschauer sympathisch machen könnten, belässt Murphy sie in ihrem Gefängnis, damit wir sie von außen begaffen können. Das könnte sich im Laufe der Staffel zwar noch ändern, die bisherige Verlaufsgeschichte der Serie stimmt mich diesbezüglich jedoch nicht gerade zuversichtlich.

Das einzige, was wir von wenigen zentralen Charakteren erfahren (neben manch vergessenswerter Hintergrundgeschichte), sind ihre Ambitionen, eines Tages zum Star zu werden - eine Figurenzeichnung, die so hauchdünn ist, dass sie unter einen Türspalt passt. Die unterschenkelamputierte Chefin der Freak Show, die deutschstämmige Elsa Mars (Lange), träumt diesen Traum ebenso wie ein Teil des Doppelkopfduos Bette und Dot Tattler (Sarah Paulson) und die Krankenschwester Millie (Grace Gummer), die sich dem Wanderzirkus anschließt.

Zur Truppe gehören außerdem Jimmy Darling (Evan Peters), der Mann mit der Krabbenhand, seine bärtige Mutter Ethel (Kathy Bates), die kleinste Frau der Welt, ein Freak, der lebenden Tieren den Kopf abbeißt, Pepper (Naomi Grossman), die wir schon aus der zweiten Staffel kennen und die für diese Staffel einen phänotypisch ähnlichen Kompagnon mitgebracht hat, und einige andere, die bislang keine nennenswerten Auftritte hatten. Vor allem an Bette und Dot besteht im floridianischen Jupiter des Jahres 1952 gesteigertes Interesse. Sie werden einerseits von der Polizei gesucht, weil sie im Verdacht stehen, ihre Mutter ermordet zu haben. Andererseits taucht das eigentümliche Mutter-Sohn-Pärchen Gloria (Frances Conroy) und Dandy Mott (Finn Wittrock) auf, um die beiden zu kaufen.

Der Ermittler, der sie verhaften will, wird kurzerhand von Jimmy ermordet und am Ende von der gesamten Truppe in einem unheimlichen Ritus zerstückelt. Beobachtet wird die grausame Zeremonie vom vielleicht furchteinflößendsten Clown der Seriengeschichte, gespielt von John Carroll Lynch. Er sucht sich in und um Jupiter neue Opfer, die er entweder brutal ermordet oder entführt und einsperrt.

Everyone is living the life they chose

Wie in den beiden vergangenen Staffeln überzeugt American Horror Story im Auftakt zur vierten vor allem mit seiner gestalterischen Opulenz und vielen sehenswerten visuellen Spielereien. Wenn die Kamera aus der Sicht von Bette und Dot filmt, zeigt das Bild einen Splitscreen, der bisweilen wechselt, wenn sich die Perspektive ändert. Wenn Dot raucht, muss Bette husten. Überhaupt sind die Spezialeffekte des siamesischen Zwillings außerordentlich gut gelungen - wenngleich man beim Zuschauen beinahe selbst eine Genickstarre bekommt, weil einer der Köpfe stets ungemütlich nach außen gereckt ist. Der erneut tolle Vorspann bleibt indes die Trumpfkarte der Serie.

Das Drehbuch hinkt den Ansprüchen aber leider hinterher. Was sich in den beiden vorangegangenen Staffeln der Anthologieserie erst nach einigen Episoden abzeichnete, ist hier von Beginn an der Fall. Sowohl Charakterzeichnung als auch übergreifende Dramaturgie verharren in vorgezeichneten Mustern, die man schon aus vielen anderen Geschichten kennt. Murphy und Falchuk bieten keinen neuen Blickwinkel an, bleiben bei der Ausmalung ihrer Erzählung stets brav innerhalb der Linien.

Als Millie es sich wieder anders überlegt und doch nicht mehr zur Truppe gehören will, hält Elsa eine ausführliche Ansprache, die in der Aussage gipfelt, dass die wahren Freaks nicht in diesem Zirkus zu finden seien, sondern außerhalb, im Vorstadt-Amerika: Gelangweilte Hausfrauen seien die echten Monster. Diese Erkenntnis ist nun wahrlich wenig originell.

All diese Figuren hat man irgendwo anders schon einmal gesehen. Sie sind nicht besonders sympathisch, haben keine interessante Geschichte und keine spannenden Träume. Sie sind Versatzstücke in einem Puzzle, mit dem man schon so oft gespielt hat, dass man die Augen schließen und es trotzdem mühelos zusammenstecken könnte. Monsters Among Us war zwar nur die Auftaktepisode, sie lässt aber schon erkennen, dass Murphy und Falchuk keine frischen Ideen haben. Ich lasse mich trotzdem liebend gerne vom Gegenteil überzeugen.

Handlung Bearbeiten

Besetzung Bearbeiten

Soundtrack Bearbeiten

Jessica Lange Life On Mars
Les Baxter Auf Weidersehnn
Wenn du mal in Hawaii bist Marek Weber und sein Orchester
John Morris Dr. Treves Visits the Freak Show and Elephant Man
Patti Page With My Eyes Wide Open I'm Dreaming
Mark Fewer & John Novacek Violin Sonata No. 1: III. Funebre: Lento espressivo
Pola Negri Tango Notturno
Music For Zombies Carnival of Souls
Vera Lynn Auf Weidersehn, Sweetheart
Georgia Gibbs Kiss of Fire
Melanie Martinez Carousel
Four Aces Should I
The Pentagons Down At the Beach

Galerie Bearbeiten

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